Um mit einem normalen Bohrer runde Löcher ab ca. 10 mm Durchmesser in Blech oder nicht komplett fixierbares Metall zu bekommen ist schwieriger als es sich anhört. Der Bohrer frisst sich oder erzeugt in bestem Fall ein ovales Loch.

Diesem Problem kann man auch ohne speziellem Bohrer einfach beikommen.

Nachdem das die richtige Stelle auf dem Blech angerissen und gekörnt wurde, kann direkt mit einem Bohrer mit kleinem Durchmesser vorgebohrt werden. Statt nun stupide mit dem richtigen Bohrer nachzubohren, nimmt man ein zusammengefaltetes (also mindestens doppellagiges) Stück Stoff, z. B. von einem alten öligen Lappen, und legt diesen direkt über das vorgebohrte Loch.

Vorsicht! Natürlich versucht sich der Stoff um den Bohrer zu wickeln und dreht sich ggf. mit, es ist also tunlichst darauf zu achten, dass ihr nicht selbst hineingezogen werdet, oder sich sonst etwas frisst.

Nun wird einfach, mit vorsichtigem Druck und dem finalen Bohrdurchmesser durch das Werkstück gebohrt. Wenn man merkt, dass die Bohrmaschine unruhig wird, einfach Druck zurücknehmen und ggf. den Stoff nochmal falten oder verschieben.

In ähnlicher Weise kann man beim Entgraten von verschiedenen Löchern vorgehen, nur dass hier natürlich ein größerer Durchmesser gewählt wird.